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Vertragserfüllungsbürgschaft | Vergleich | Definition

Die Vertragserfüllungsbürgschaft dient der Absicherung des Auftraggebers vor Insolvenz des Auftragnehmers. Die Vertragserfüllungsbürgschaft sichert die Ausführungsphase ab und geht über in die Gewährleistungsphase. Es ist somit eine Kombination aus Ausführungsbürgschaft und Gewährleistungsbürgschaft. Im Regelfall wird die Vertrags­erfüllungs­bürgschaft im Baubereich in Höhe von 10% verlangt. Abweichende Regelungen sind möglich. Die Höhe wird im Bauvertrag individuell geregelt. Eine Regelung als Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist seit 01.01.2003 nicht mehr zulässig. Nach Bauabnahme wird die Vertragserfüllungsbürgschaft in der Regel von einer 5%igen Gewährleistungsbürgschaft abgelöst.

Die Laufzeit beginnt mit erteilung des Auftrages. Sie  richtet sich nach der jeweils gültigen Verfährungsfrist. Bei einem Vertrag nach VOB beginnt die Frist nach Übergabe bzw. Abnahme. Ist keine anderweitige Verjährungsfrist vereinbart so gilt diese für 4 Jahre (Bauwerke). Im Falle eines Vertrages nach BGB beträgt die Verjährungsfrist für Gewährleistung 5 Jahre.

Die Rechtsgrundlagen sind im VOB/B §17 geregelt.