Hier erhalten Sie eine Vorlage zur Enthaftungserklärung Bürgschaft für alle Bürgschaftsarten allgemein.

Was ist eine Enthaftungserklärung Bürgschaft?

Die Enthaftungserklärung für Bürgschaften ist eine Erklärung vom Auftraggeber, dass die Bürgschaft nicht mehr in Anspruch genommen wird. Mit dieser Enthaftungserklärung können Sie die Bürgschaft beim Kautionsversicherer austragen lassen. Diese Erklärung ist formlos möglich. Jedoch benötigen Sie die Schriftform. Eine Enthaftungserklärung per E-Mail wird nicht anerkannt.

Vorlage Enthaftungserklärung „Bürgschaft“

Mit unserer allgemeinen Vorlage können Sie Ihre Daten eintragen und dem Auftraggeber senden. Dieser muss Ihnen dann nur die Enthaftungserklärung gegenzeichnen. In aller Regel wird dies gemacht, sofern die Bürgschaftsurkunde nicht mehr auffindbar ist oder eine schnelle Austragung auf der Bürgschaftslinie erfolgen soll.

Vorlage per E-Mail anfordern. Sie erhalten eine allgemeine Vorlage in Word-Format und in PDF-Format. Diese können Sie dann selbst ausfüllen oder abändern, wie Sie mögen.

Auch in diesem Jahr reduziert die VHV Ihre Prämien ab 01. Juli 2012 um 50% für das Jahr 2012. Jeder ab jetzt eingereichte Vertrag wird in 2012 nur mit 50% des Beitrages berechnet. So haben Sie den günstigsten Einstieg in die Bürgschaftsversicherung.

Weitere Informationen zur VHV Kautionsversicherung

Hintergrund

Im Gegensatz zu anderen Kautionsversicherungen rechnet die VHV kalenderjährlich ab. So kann es sein, dass im ersten Jahr der Beantragung nur ein Teil des Beitrages „genutzt“ wird. Um diese Ungleichheit zu lösen bieten die Hannoveraner wie auch schon in den vergangenen Jahren eine Rabattierung des Erstjahresbeitrages um 50% an. Sollten Sie fragen haben zu der Lösung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Die modifizierte Betriebshaftlichtversicherung VHV für SHK-Betriebe wurde vom Fachverband Sanitär Heizung Klima (SHK) Nordrhein-Westfalen erneut geprüft und zertifiziert. Im Januar dieses Jahres gab der Fachverband seinen Orientierungsrahmen neu heraus, woraufhin die VHV ihr Haftpflichtkonzept entsprechend zum 1.4.2012 angepasst hat. Das neue Deckungskonzept ist aber nicht nur für Firmen aus dem Bereich SHK interessant.

Zahlreiche Deckungserweiterungen

Der neue Versicherungsumfang der VHV ist dokumentiert im Dokument „Besondere Vereinbarungen für SHK-Betriebe 2012 (H 329)“, die zunächst eine genaue Tätigkeits- und Betriebsbeschreibung voraussetzen. Das erleichtert die Haftungsabgrenzung und sollte gewissenhaft erfolgen. Ein herausragender Punkt der Betriebshaftpflichtversicherung VHV ist die Haftungsübernahme für Mietsachschäden an Arbeitsmaschinen ohne Begrenzung der Folgeschäden und Dauer, denn gerade kleinere Betriebe leihen sich auftragsbezogen teure Arbeitsmaschinen aus und müssen für deren Beschädigung gerade stehen. Auch den Nachbesserungsbegleitschäden kommt eine große Bedeutung zu, die Entschädigungsgrenze wurde auf 250.000 Euro angehoben. Wenn dabei selbst erbrachte Leistungen beschädigt werden müssen, ist dies bis 50.000 Euro mitversichert (2fach maximiert, SB 500 Euro). Dies bedeutet, dass bei einer verlegten Rohrleitung, die sich als nicht dicht erweist, Fliesen oder bereits verlegte Leitungsstücke wieder entfernt werden können und dies als Schaden reguliert wird.

Weitere Verbesserungen im Konzept

Neben einer Mitversicherung der Haftung als Bauherr, einer umfangreicheren Mietsachschadendeckung an Räumen und Gebäuden, der Erweiterung der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht um Bauherren- und Photovoltaik-Risiken und einer verbesserten Nachhaftungsregelung sticht die Betriebshaftpflichtversicherung VHV durch die Mitversicherung temporärer Inhaberschaft für gelieferte Anlagen deutlich hervor. Wenn z.B. eine Heizungsanlage installiert wird, diese aber noch nicht bezahlt ist, ist die SHK-Firma noch Eigentümer der Anlage. Entsteht aber ein Schaden aus dem Betrieb der Anlage heraus, haftet bis zum Eigentumsübergang die SHK-Firma. Das ist jetzt mit in die Betriebshaftpflichtversicherung VHV eingeschlossen und gibt zusätzliche Sicherheit. Die Selbstbeteiligungsregelung in der Umwelthaftpflicht- und Umweltschadenversicherung wurde ebenfalls modifiziert.

Größere Sicherheit für SHK-Firmen

Die neue Betriebshaftpflichtversicherung VHV bietet mit ihren sinnvollen und vom Fachverband angeregten Deckungserweiterungen ein kompaktes Sicherheitspaket. Auch die verbesserte Nachhaftungsregelung kommt den Firmen zu Gute, denn damit können z.B. Bürgschaften günstiger gestaltet werden. Gerade für kleinere Firmen binden die Bürgschaften wichtige Liquidität, was die Erfolgschancen natürlich beeinträchtigt. Aber auch die Erhöhung für Nachbesserungsbegleitschäden ist sehr wichtig, um die Liquidität der Firmen zu erhalten. Es ist so durchaus nachzuvollziehen, dass der Fachverband SHK Nordrhein-Westfalen die Betriebshaftpflichtversicherung VHV seinen Mitgliedern empfiehlt. Allerdings sind diese Deckungserweiterungen für die meisten Firmen im Bau- und Baunebengewerbe wichtig und interessant, denn sie kämpfen alle mit den gleichen Problemen. Und eine gute Betriebshaftpflichtversicherung ist das A und O für Firmen jeder Art und Größe.

Vergleich

Gerne erstellen wir Ihnen Ihren individuellen Vergleich und zeigen Ihnen die Unterschiede zu Ihrer Police.

Hier Anfragen

Die geschäftliche Beziehung zwischen Auftraggeber und seinem Auftragnehmer sollte immer schriftlich durch den Werkvertrag untermauert werden. Damit der Auftraggeber hierbei eine finanzielle Sicherheit hat, ist eine Ausführungsbürgschaft mit anschließender Gewährleistungsbürgschaft zu empfehlen. Denn wenn der Bauunternehmer insolvent wird oder anderweitig seinem Zeitplan nicht einhalten kann, entstehen für den Bauherren zusätzliche Kosten, die hierdurch finanziell ausgeglichen werden können. Die Regelungen für Sicherheitseinbehalte in der Bau- und Baunebenbranche sind vor allem im öffentlichen und gewerblichen Auftragsverfahren zu finden.

Genaue Regelungen für den üblichen Sicherheitseinbehalt für Sachmängelhaftung nach regelt das BGB nach § 632a Abs.3. Hier ist das Gesetz jedoch sehr allgemein gehalten. Verfahren für den Umgang mit Bürgschaften werden nicht detailliert festgelegt. Dies bringt in der Praxis häufig Probleme mit sich. Diese können Sie als Unternehmer durch genaue Regelungen zur Bürgschaft  im Werkvertrag vermeiden.

Gesetzliche Regelungen für Sicherheitsleistungen

Um die Ausführung des Bauprojektes abzusichern, gibt es verschiedene Bürgschaften, die beim jeweiligen Fortschritt des Baues greifen. Denn gesetzlich sind die Regelungen hierfür in der Vergabe und Vertragsordnung nur sehr allgemein gehalten. Es gibt keine feste Absicherung für eventuellen Schaden des Bauunternehmers nur eine 5%-Regelung für dem Bauherren da dieser laut dem Gesetz als Verbraucher gilt. Um die beiden Seiten vertraglich abzusichern, gibt es für die Bauphase eine Ausführungsbürgschaft. Diese Bürgschaft sichert das Erbringen der festgelegten Leistungen während des Baues gegen eine eventuelle Insolvenz der Baufirma. Wie hoch diese Absicherung ist, kann in einem prozentualen Wert festgesetzt werden oder als ein bezifferter Betrag, die Basis hierfür ist die Höhe des Auftragsvolumens.

Auch kann die Art der Sicherheitsleistung frei gewählt werden. Eine Rückgabe Bürgschaftsurkunde für die Ausführungsbürgschaft ist nicht nötig, da diese nach Ausführung hinfällig ist.

Üblich ist für die Gewährleistungs- oder Mängelansprüchebürgschaft eine Höhe von 5% des Auftragsvolumens. Hierbei verlangen die meisten Auftraggeber eine unbefristete Bürgschaft.

Die Rückgabe einer Bürgschaftsurkunde einer Gewährleistungsbürgschaft

Nach Ausführung der Bauphase und Ablauf der Ausführungsbürgschaft wird diese in der Regel in eine Gewährleistungsbürgschaft umgewandelt, um eventuell später auftretende Baumängel, die aufgrund von Baufehlern auftreten, abzusichern. Diese tritt allerdings nur in Kraft, wenn die ausführende Baufirma insolvent wird und die Baumängel die im Nachhinein auftreten abzufangen.

In der Regel wird als Gewährleistungsbürgschaft ein Betrag in Höhe von 5% der Bausumme des Objektes mit den Bauherren ausgemacht.  Es gibt für die Gewährleistungsbürgschaft kein Zeitlimit, aber hier greift die gesetzliche Gewährleistungsfrist. Nach Ablauf dieser Frist muss die Rückgabe Bürgschaftsurkunde eingeleitet werden. Der Bürge muss seine Gewährleistungsbürgschaft zurückerhalten.

Rückgabe der Bürgschaftsurkunde ist keine Bringschuld des Auftraggebers

Die Rückgabe der Bürgschaftsurkunde für Gewährleistungsbürgschaft oder Vertragserfüllungsbürgschaft ist keine Bringschuld des Auftraggebers bzw. „Schickschuld“. Dieser ist lediglich verpflichtet die Urkunde nach Beendigung der Gewährleistungsfrist herauszugeben. So urteilte das OLG Celle am 3.9.2009. In dem Urteil ging es um die Rücksendung der Bürgschaft. (Rückgabe Bürgschaftsurkunde). Nach dem Urteil ist der Auftraggeber nicht verpflichtet die Bürgschaftsurkunde an den Auftragnehmer zurückzusenden.

Tipp: Rückgabe der Bürgschaftsurkunde bereits im Werkvertrag vereinbaren 

Als Unternehmer sollten Sie bereits im Werkvertrag neben Bürgschaftsart und -höhe schriftlich vereinbaren, dass der Auftraggeber zur Rücksendung/ Rückgabe der Bürgschaftsurkunde nach Ablauf der Gewährleistungsfrist verpflichtet ist.

Die Energiewende im Heizungskeller kommt nicht voran. Als Ursache werden die wechselnden Fördermodalitäten bei Bafa- und KfW-Förderprogrammen genannt. Seit Kurzem wird nun eine Steuererleichterung diskutiert, die vorsieht, über 10 Jahre jährlich 10 Prozent der Kosten einer energetischen Gebäudesanierung abschreiben zu können. Die Entscheidung über diese Steuererleichterung lässt allerdings seit Monaten auf sich warten, sodass viele Kunden, Ihre Sanierungsentscheidung erst einmal aufgeschoben haben. Eine neue Dämmung oder die Sanierung der Heizung lohnt sich allerdings auch ohne steuerliche Anreize, wenn man auf das richtige System setzt.

Eine Steuererleichterung für eine Wärmedämmung, eine neue Holzpelletheizung oder Wärmepumpe wäre für Viele ein entscheidender Anreiz, ihren Altbau energetisch auf Vordermann zu bringen. Die Entscheidung über den Steuerbonus wurde allerdings bereits zweimal im Vermittlungsausschuss des Bundesrates ohne Ergebnis diskutiert. Grund hierfür sind die von den Bundesländern befürchteten Steuerausfälle und der Fokus auf Komplett-Sanierungen. Falls nur Komplett-Sanierungen steuerlich abgesetzt werden könnten, so würden hauptsächlich Großverdiener profitieren, da eine Komplett-Sanierungen schnell eine hohe fünfstellige Investitionssumme erfordert. Gerade einzelne Maßnahmen weisen jedoch eine vielfach höheren Einspareffekt pro investiertem Euro auf.

Eine Komplettsanierung bestehend aus Fassaden-, Dachdämmung und neuer Gas-Brennwertheizung kann für ein normales Einfamilienhaus rund 60.000 Euro kosten. Die Energieersparnis liegt dann vielfach bei rund 50 Prozent. Bei Gaskosten von 4.000 Euro würden so 2.000 Euro pro Jahr eingespart werden. Ein Betrag, der sich sehen lassen kann. Würde der Hausbesitzer allerdings auf zum Beispiel eine Wärmepumpe umsteigen, so könnten in einem Altbau mit typischen Heizkörpern bei einer Investition von etwa 30.000 Euro rund 40 Prozent (1.600 Euro). Bezieht man die eingesparten Heizkosten auf die Investition, so wäre für einen solchen Altbau bei rein wirtschaftlicher Betrachtung eine Wärmepumpe eine bessere Lösung als eine Komplettsanierung.

Um eine gute Auswahl an möglichen Sanierungs-Alternativen zu erhalten, lohnt sich die Nutzung eines Online-Angebotsvergleichs. Im Bereich der Heizungen, Dämmungen und Solaranlagen hat sich heizungsfinder.de etabliert. Hier kann man unkompliziert mehrere Angebote für Wärmepumpen, Holzpelletheizungen, Solaranlagen oder auch eine komplette Hausdämmung einholen. Mit diesen Angeboten lässt sich dann schnell eine erste Vorauswahl treffen, um gezielt die für die Immobilie passende Alternative weiterzuverfolgen.

Warum sollten Sie als Handwerksunternehmen hier zu finden sein? 

Die Informationsbeschaffung von Interessenten liegt heute im Internet. Jede aufwendige Investition wird vom Immobilienbesitzer sorgfältig geprüft. Die Informationen finden Ihre Kunden auf heizungsfinder.de. Deswegen sollten auch Sie als Spezialist hier zu finden sein. Denn hat der Kunde sich erst einmal informiert und die Entscheidung getroffen energetisch zu sanieren, dann stellt sich die Frage: „Welcher Spezialist bei mir in der Region kann dies am besten umsetzen“. Die Sichtbarkeit im Internet ist hier enorm wichtig. Sonst gehen lukrative Aufträge an Ihnen vorbei.

Veröffentlich unter Test

Auf eine neues! Das neue Jahr hat gerade angefangen und die meisten Unternehmer stecke mitten in den Planungen für das neue Geschäftsjahr.

Bei den Planungen sollte dringend auch der benötigte Bürgschaftsbedarf berücksichtigt werden. Welche Bürgschaftslinie wird für das Jahr voraussichtlich benötigt:

  • Ist der Bedarf an Bürgschaften höher oder geringer als letztes Jahr?
  • Welche Summe in der Bürgschaftslinie ist noch frei?
  • Werden Bürgschaftsrahmen (Avallinien) durch Rückgabe von Bürgschaften evlt. wieder frei?
  • Welche Bürgschaftssummen (Höhe) werden benötigt für Bauvorhaben? (bezüglich Einzellimite/Sublimits)

Frühzeitig Erhöhung fixieren

Wenn Sie frühzeitig die Erhöhung Ihrer Kreditlinie beantragen, können Sie schnell Bürgschaften abrufen. Zudem müssen Sie zum jetzigen Zeitpunkt in der Regel noch keine Bilanz für das vorangegangene Jahr einreichen. Die wird aber zu einem späteren Zeitpunkt der Fall sein. So schaffen Sie sich eine größere Kreditlinie, die Sie evtl. später schlechter bekommen.

Auch wenn große Bauvorhaben anstehen, die eine erhöhte Bürgschaft benötigen, ist eine rechtzeitige Beantragung ratsam. Die hohen Bausummen sprengen oft die Gänze der Einzellimite und somit ist evtl. eine individuelle Vereinbarung mit dem Kautionsversicherer für dieses Bauvorhaben zu treffen. Dies kann Zeit in Anspruch nehmen, da dies immer einzeln geprüft wird.

Bei vielen Anbietern geht eine Erhöhung sehr einfach per Fax-Zweizeiler. (Bsp. VHV). Bei der R+V können Sie die Linie im Kautionsportal selbst erhöhen bzw. die Erhöhung beantragen. Bei Zürich und AXA senden Sie uns bitte einfach einen neuen Antrag (Änderungsantrag) auf die gewünschte Kreditlinie. Bitte vergessen Sie dabei nicht Ihre Versicherungsscheinnummer einzutragen damit dies nicht als neuer Vertrag gewertet wird

Was tun wenn der Kautionsversicherer auf einmal Sicherheiten verlangt?

Im Beispiel der VHV wird häufig bis 100.000 oder 200.000 Euro Rahmen keine Sicherheit verlangt (Bonitätsabhängig). Sollte nun eine Sicherheit verlangt werden, dann können wir als Bürgschaftsmakler gerne auch eine Bürgschaftslinie bei einem anderen Kreditversicherer für Sie beantragen. Die Verteilung auf mehrere Bürgschaftsversicherer macht dann Sinn, wenn Sicherheiten vermieden werden sollen oder Einzellimite umgehen werden sollen. Als Einzellimit bezeichnet man das Limit pro Bauvorhaben. Die Kautionsversicherer möchten möglichst die Linie auf mehrere Vorhaben verteilen, da damit das Gesamtrisiko sinkt. Üblich sind solche Einzellimite oder Sublimits bis 15-30% je nach Bürgschaftslinie.

Senden Sie uns einfach Ihre individuelle Anfrage. Wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter:

individuelle Anfrage

Bitte beachten Sie die Frist zur Einreichung der Bürgschaftsaufträge. Benötigen Sie noch dieses Jahr Bürgschaftsurkunden zur Aushändigung an den Auftraggeber, dann sollten Sie sich beeilen. Nach diesen Daten ist der Abruf erst wieder in 2012 möglich.

VHV

09.12.2011 (Einreichung per Fax, Brief)
16.12.2011 (Nur über Bürgschaftsportal)

Falls Sie noch keinen firmeneigenen Zugang für Ihre Bürgschaften bei der VHV haben, so können Sie diesen hier beantragen: Antrag Bürgschaftportal

R+V, AXA, Zürich

Es gibt keine Abgabefrist für 2011. Allerdings empfehlen wir die Bürgschaftsanträge frühzeitig zu stellen, da es aufgrund der Urlaubssituation Ende Dezember zu längeren Bearbeitungszeiten kommen kann.

Bürgschaftsrahmen ausgeschöpft?

Natürlich macht es manchmal Sinn die Bürgschaften erst in 2012 abzurufen. Besonders wenn der Avalrahmen schon ausgeschöpft ist. So müssen Sie erst im nächsten Jahr die höhere Gebühr zahlen.

Die Überlegung ist nun: Erhöhe ich meinen Rahmen bei dem bestehenden Anbieter oder nutze ich einen zweiten Anbieter? Wir empfehlen hier immer erst beim bestehenden Anbieter eine Erhöhung an zu fragen. Sollte dieser dann Sicherheiten einfordern, so können Sie immer noch einen zweiten Anbieter hinzuziehen.

Tipp

Beantragen Sie jetzt schon Ihren Bürgschaftsrahmen für 2012. So können Sie bereits Bürgschaften eingeben, falls Sie die Zeit „zwischen den Jahren“ nutzen, um Ihre Finanzplanung zu erledigen. Die Bürgschaften werden Ihnen dann nach Beginn Bürgschaftsrahmens zugestellt.

Der Begriff Versicherungsbürgschaft wird häufig verwendet für die Kautionsversicherung. Für Unternehmen ist es seit den neuen Kreditvergaberichlinien wesentlich einfacher und angenehmer Bürgschaften über ein Versicherungsunternehmen abzusichern. Weitere Bezeichnungen sind Aval, Avalkredit oder Avalkredit  bezeichnet man die Übernahme von Garantien, Bürgschaften durch ein Kreditinstitut. Der Begriff kommt aus dem italienischen von „Avallo“ = Wechsel.

Der Avalkredit ist ein Kreditgeschäft nach § 1 Nr. 8 KWG. (Kreditwesengesetz) und somit nur Banken oder Versicherungen erlaubt.

Was ist genau eine Versicherungsbürgschaft?

Die Versicherungsbürgschaft bezeichnet eine Bürgschaft ausgestellt von einem Kreditversicherer. Hierbei stellt der Kreditversicherer einem Kunden einen Bürgschaftsrahmen zur Verfügung. Man nennt diesem Bürgschaftsrahmen auch Avalrahmen.

Man unterscheidet die verschiedene Avalarten (Auswahl):

  • Anzahlungsaval: Sichert einen Anzahlungsbetrag für eine Lieferung oder Leistung.
  • Bietungsaval: Bürge (Bank oder Versicherung) sichert die Voraussetzung bei einer Ausschreibung ab, die Verpflichtungen die Vertrag- oder Konventionalstrafe zu leisten.
  • Gewährleistungsaval (Gewährleistungsbürgschaft): Sichert die Ansprüche von Mängeln an. Häufigster Einsatz für die Versicherungsbürgschaft in der Bau- und Baunebenbranche
  • Leistungsaval: Sichert Vorauszahlung bis zum Eintreffen von Leistungen oder Waren ab.
  • Mietaval: Hierbei wird die übliche Kautionszahlung bei einem Mietvertrag durch eine Bürgschaft ersetzt.
  • Zollbürgschaft: Sichert Ansprüche der Zollbehörden ab.

Vorteile Versicherungsbürgschaft

  • keine Anrechnung auf die Kreditlinie der Hausbank
  • günstige Prämien im Vergleich zur Bank
  • keine Ausstellungsgebühr pro Bürgschaft
  • einfaches Handling der Bürgschaften
  • fester Bürgschaftsrahmen bietet Planungssicherheit
  • ohne Sicherheiten möglich (bonitätsabhängig)
  • einfacher Abruf von Bürgschaften (meist online)

Kosten einer Versicherungsbürgschaft

Die Kosten einer Kautionsversicherung oder Versicherungsbürgschaft richten sich nach der gewünschten Avalart (Bürgschaftsart), der Höhe des gewünschten Avalrahmens (Bürgschaftsrahmen) und der Bonität des Versicherungsnehmer. Je nach Anbieter und Bonität ist auch die Stellung von Sicherheiten für eine Versicherungsbürgschaft notwendig. Ausschlaggebend ist bei den meisten Kautionsversicherungen meist die Creditreform mit dem entsprechenden Creditreform Bonitätsindex.

Einen Vergleich für Bürgschaftsversicherungen finden Sie unter www.buergschaft24.de.

Zum Vergleich

Gewährleistungspflichten werden im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt und sollen den Leistungsnehmer schützen. Denn wird die Leistung nicht vertragsmäßig erfüllt, sichert das Gesetz dem Geschädigten Ausgleichrechte zu. Was für Kauf- und Werkvertrag gilt, muss jedoch für Bauleistungen spezifiziert werden – Bauunternehmer haben daher auch die Gewährleistung nach VOB zu beachten.

Gewährleistung nach VOB

Im Sinne des BGB werden Bauleistungen als Werkverträge behandelt (§§ 631 ff.). Entsprechend finden auch die Regelungen zu den Gewährleistungspflichten im BGB Anwendung. Doch ist dieses Gesetz in vielen Fällen zu allgemein und trägt den Besonderheiten von Bauleistungen nicht genug Rechnung: Bauleistungen sind oft hochkomplex, erstrecken sich mitunter über mehrere Jahre und Mängel werden erst nach längerer Nutzungsdauer sichtbar. Diesen Besonderheiten Rechnung tragen sollen die Regelungen zur Gewährleistung nach VOB. Bei Auftragsvergaben durch die öffentliche Hand finden diese Regelungen immer Anwendung. Bei privaten Vergaben sind sie ebenfalls üblich.

Mängelansprüche – Rechte des Auftraggebers

Selbstverständlich ist der Bauunternehmer verpflichtet, sein Werk ohne Mängel abzuliefern. Entscheidend dabei ist nach Gewährleistung VOB der Zustand des Werks zum Zeitpunkt der Abnahme. Im Sinne des Gesetzes ist die Leistung mangelhaft, wenn sie für die vertraglich vorgesehene Verwendung bzw. für eine für das Werk gewöhnliche Verwendung nicht geeignet ist. Das mag etwa ein regendurchlässiges Dach oder ein nicht tragender Balkon sein. In einem solchen Fall stehen dem Auftraggeber laut BGB oder VOB verschiedene Ansprüche zu: Er kann die Beseitigung des Mangels oder deren Gegenwert verlangen, vom Vertrag zurücktreten oder sogar Schadenersatz fordern. Diese Mängelansprüche verjähren im Zusammenhang mit Bauleistungen nach fünf Jahren. Bei der Gewährleistung VOB gilt eine verkürzte Verjährungsfrist für Mängelansprüche von vier Jahren (§ 13). Die Vereinbarung davon abweichender Verjährungsfristen ist aber zulässig und sind im Bauvertrag geregelt.

Risikoverminderung durch Bürgschaft

Wie auch immer die vertragliche Vereinbarung aussieht, der Bauunternehmer trägt bei der Gewährleistung nach VOB in jedem Fall das Risiko, dass er für die Gewährleistung (VOB) haftbar gemacht wird. Auf der anderen Seite haben die Ansprüche des Auftraggebers bei Mangelleistung keinen Wert, wenn der Auftragnehmer zur Mängelbeseitigung wegen Insolvenz gar nicht mehr in der Lage ist. Zur Absicherung möglicher Gewährleistungsansprüche können die Parteien eine Sicherheitsleistung vereinbaren (§17 VOB). Üblicherweise erfolgt dies nach Gewährleistung VOB dadurch, dass ein Bürge eingesetzt wird, der bei Insolvenz des Bauunternehmers haftet. Die Bürgschaft kann von in der EU zugelassenen Kreditinstituten eingegangen werden und muss schriftlich niedergelegt sein. Neben Banken bieten auch Kreditversicherer die Möglichkeiten gegen Versicherungsbeitrag eine Kreditlinie (Avallinie) für Bürgschaften einzurichten. Die Vorteile davon sind einleuchtend: Für den Bauherrn bedeutet diese Bürgschaft eine erhebliche Risikoreduzierun. Für den Bauunternehmer meist eine unliebsame Pflicht ohne die er den Auftrag aber nicht erhält. Üblich ist der Sicherheitseinbehalt für Gewährleistung (Mängelanspruch) im gewerblichen und öffentlichen Auftraggebern. Neuerdings machen aber auch Privatkunden mehr und mehr von diesem Recht Gebrauch.

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