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Bürgschaft und Versicherung – Die Erfolgskombination

Sie wollen Ihre Geschäfte optimal mit einer Bürgschaft, einer Versicherung oder sogar einer Bürgschaftsversicherung absichern? Unsere unabhängigen Bürgschaftsexperten geben Ihnen im Folgenden eine gute Übersicht über die Definition der Bürgschaft, der Relevanz der Versicherungsbürgschaft, sowie wichtige Begriffserläuterungen an Hand eines Muster-Bürgschaftsvertrags.


Was ist überhaupt eine Bürgschaft?

Bei einer Bürgschaft soll die Erfüllung einer Schuld gegenüber einer dritten Partei durch einen Bürgen abgesichert werden.

Dabei gibt es drei Akteure:

  1. Den Auftraggeber: Wird auch Gläubiger genannt. Er erwartet eine Leistung vom Auftragnehmer.
  2. Den Auftragnehmer: Wird auch Hauptschuldner genannt. Er muss sein Leistungsversprechen an den Auftraggeber einhalten. Es besteht ein Risiko, dass er die Leistung nicht erbringen kann.
  3. Den Bürge: Er sichert die Leistungserbringung durch den Auftragnehmer an den Auftraggeber ab. Kann der Auftragnehmer seine Schuld nicht erfüllen springt für ihn der Bürge ein und übernimmt die Leistung.

 

Beispiel Gewährleistungsbürgschaft:

Die Stadt A lässt das Dach der örtlichen Grundschule neu decken. Sie ist der Auftraggeber. Sie beauftragt dazu den Bauunternehmer B. Dieser ist der Auftragnehmer.  Auftragnehmer B stellt das Dach fertig. Die Stadt A möchte sicher sein, dass innerhalb der Gewährleistungsfrist auftretende Mängel ohne Probleme repariert werden. Auftragnehmer B schließt deshalb bei seiner Bank eine Bürgschaft ab.

Die Bank bürgt nun für den Auftragnehmer B mit einer festgelegten Summe für die Reparatur im Schadenfall. Voraussetzung ist, dass Bauunternehmer B in dem Moment nicht in der Lage ist für den Schaden aufzukommen. Schon bald geht das Dach kaputt, es ist undicht und es regnet in die Schule. Die macht ihren Gewährleistungsanspruch geltend und fordert die sofor­tige Reparatur. Auftragnehmer B hat aber finanzielle Probleme, ist insolvent und kann die Reparatur nicht übernehmen. Deshalb springt nun die Bank als Bürge ein und erstattet die Reparatur für das Dach an die Stadt A.

Wann endet eine Bürgschaft?

Eine Bürgschaft endet immer mit der Rückgabe der Bürgschaftsurkunde.
Üblicherweise geschieht dies nach dem Erreichen eines vertraglich vereinbarten Ziels. Beispielsweise wird das Endprodukt fertiggestellt und abgenommen, für dessen Anzahlung eine Anzahlungsbürgschaft abgeschlossen wurde. Das formale Ende ist mit der Rückgabe der Bürgschaftsurkunde erreicht.

Eine weitere Möglichkeit ist die Vereinbarung einer Dauer oder Frist. Beispielsweise bei der Gewährleistungsbürgschaft wird ein Gewährleistungszeitraum vereinbart. Innerhalb dieses Zeitraums springt der Bürge im Falle der Insolvenz des Schuldners für seine Verbindlichkeiten ein. Am Ende des Zeitraums wird die Bürgschaftsurkunde zurückgegeben.

Des Weiteren kann eine Bürgschaft durch die Schuldübernahme durch einen Dritten enden. Dies funktioniert allerdings nur mit dem Einverständnis des Gläubigers, auch hier wird die Urkunde zurückgegeben. Der Gläubiger kann eine Bürgschaft auch selber auflösen. Die Urkunde wird zurückgegeben. Dadurch verzichtet er dann auf den Schutz des Bürgen.

Bürgschaftsversicherung oder Bankbürgschaft?

Bei der Bürgschaftsversicherung, auch Kautionsbürgschaft genannt, ist der Bürge ein Versicherungsunternehmen. Dieses verpflichtet sich als Bürge für das Leistungsversprechen einzuspringen, wenn der Auftragnehmer seine versprochene Leistung nicht mehr erbringen kann. Die Bürgschaftsversicherung hat mittlerweile durch ihre vielen Vorteile die Bankbürg­schaft abgelöst. Bei der Bankbürgschaft, oder auch Aval genannt, fungiert eine Bank als Bürge. Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Bürgschaftversicherung.

Versicherungsbürgschaft und Bankbürgschaft im Vergleich

Einfache Abwicklung:

Versicherungsbürgschaft

  • Unkomplizierter & unabhängiger Angebotsvergleich online
  • Auch persönlicher Kontakt zu Experten

Bankbürgschaft

  • Unabhängiger Vergleich schwer zu finden
  • Oft nur persönlich bei der Bank

Schnelle Abwicklung:

Versicherungsbürgschaft

  • Datenabruf jederzeit Online möglich
  • Keine oder schnelle Risikoprüfung
  • Auch mit mittlerer Bonität möglich

Bankbürgschaft

  • Auf Öffnungszeiten angewiesen
  • Aufwändige und langwierige Risikoprüfung
  • Nur mit guter Bonität möglich

Günstige Abwicklung:

Versicherungsbürgschaft

  • Kosten: 0,8-3% auf Kreditlinie
  • I.d.R. keine Zusatzkosten
  • Geringe bis keine geforderten Sicherheiten
  • Keine Anrechnung auf den Kreditrahmen

Bankbürgschaft

  • Kosten: 1,5-5%auf Kreditlinie
  • Oft Zusatzkosten für Dokumente und Prüfung
  • Forderung hoher Sicherheiten
  • Anrechnung auf den Kreditrahmen

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Übersicht der führenden Versicherungsunternehmen

Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Versicherungsunternehmen: