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Bürgschaft24- Fertigstellungsbürgschaft: Schutz des Bauherrn bei Insolvenz der ausführenden Bauunternehmen

Fertigstellungsbürgschaft: Schutz des Bauherrn bei Insolvenz der ausführenden Bauunternehmen

Wenn Ihr Auftraggeber für die vertragsgemäße Ausführung eine zusätzliche Sicherheit verlangt, ist die Fertigstellungsbürgschaft – sie wird häufig auch mit der Vertragserfüllungsbürgschaft gleichgesetzt – die beste Wahl. Mit dieser Bürgschaft schützen sich Bauherren bei Insolvenz des Bauunternehmens. Wird eine Fertigstellungsbürgschaft geschlossen, verbürgt sich z. B. eine Versicherung dafür, im Leistungsfall (sprich Insolvenz des ausführenden Bauunternehmens) bis zu 10 % der Gesamtauftragssumme auszuzahlen. Damit kann der Bauherr eventuelle Mehrkosten bei anderen Bauunternehmern decken.  Dass eine Fertigstellungsbürgschaft wichtig ist, beweisen aktuelle Umfragen, nach denen ein Fünftel der Bauherren angeben, bereits mit insolventen Bauträgern und -unternehmern "Bekanntschaft“ gemacht zu haben.

Was ist eine Fertigstellungsbürgschaft?

Eine Fertigstellungsbürgschaft deckt gemeinhin sowohl die Bauphase als auch die Gewährleistungsphase ab. Diese Bürgschaft kann als eine Art Kombination aus Ausführungs- und Gewährleistungsbürgschaft bezeichnet werden, die umfängliche Sicherheiten über das gesamte Bauprojekt hin bietet – auch für die Zeit nach der Fertigstellung.

Dabei ist das Vorgehen meist so, dass die Baufirma einen geeigneten Anbieter für die Fertigstellungsbürgschaft vorschlägt und der Bauherr, nach möglichst gründlicher Überprüfung, zustimmt. In der Praxis sieht das so aus, dass das Bauunternehmen die Kosten für die Fertigstellungsbürgschaft auf die Gesamtsumme des Auftragswertes umlegt.

Übrigens hat ein Bauherr sogar einen gesetzlichen Anspruch auf eine Fertigstellungssicherheit. Laut BGB § 650m Abs. 2 hat diese mindestens fünf Prozent der Bausumme betragen:

[…] Dem Verbraucher ist bei der ersten Abschlagszahlung eine Sicherheit für die rechtzeitige Herstellung des Werks ohne wesentliche Mängel in Höhe von 5 Prozent der vereinbarten Gesamtvergütung zu leisten. […]

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Warum lohnt es sich für Bauunternehmer eine Fertigstellungsbürgschaft (Vertragserfüllungsbürgschaft) abzuschließen?

Eine Fertigstellungsbürgschaft bedeutet für Bauunternehmen in erster Linie, dass sie sich damit einen Vergütungsanspruch auf die Zahlung der vollen Auftragssumme ohne Sicherheitseinbehalte sichern. Das wirkt sich unmittelbar auf die Liquidität aus. Da größere Unternehmen parallel an mehreren Baustellen arbeiten bzw. bei unterschiedlichen Auftraggebern, würden die geforderten Sicherheitseinbehalte die Liquidität noch einmal stärker einschränken.

Manche Bauunternehmen sind besser aufgestellt als andere und damit eher gewappnet vor Insolvenzen. Schlechte Auftragslage, Zahlungsausfälle und Rechtsstreits können auch bislang gut laufende Baufirmen mit einem Schlag in eine finanzielle Schieflage befördern. Und dann sind plötzlich keine ausreichenden finanziellen Mittel mehr vorhanden, um das Bauobjekt fertigzustellen.

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Was kostet eine Fertigstellungsbürgschaft?

Die Kosten einer Fertigstellungsbürgschaft belaufen sich auf einen niedrigen Prozentsatz zwischen durchschnittlich 0,6 bis 1,2 % der Bürgschaftssumme. Dabei ist diese Bürgschaft in der Laufzeit begrenzt und beginnt meist mit der Auftragserteilung. Sie endet mit der Verjährungsfrist der Gewährleistung nach (je nach Vertragsgrundlage) 4 bis 5 Jahren.

Fertigstellungsbürgschaften decken nicht die gesamte Bausumme ab, vielmehr ist die Kostenübernahme auf durchschnittlich 10 bis maximal 15 Prozent (in Ausnahmefällen) der Netto-Auftragssumme begrenzt. Nach Bauabnahme geht diese besondere Vertragserfüllungsbürgschaft üblicherweise in eine Gewährleistungsbürgschaft über.

10 bis 15 Prozent Bürgschaftssumme hören sich vielleicht erst einmal niedrig gewählt an. Wenn man aber berücksichtigt, dass erst nach Baufortschritt bezahlt wird, deckt der abgesicherte Betrag erfahrungsgemäß die Zusatzkosten, die beispielsweise durch den Wechsel des Bauträgers und/oder eine höhere Zinsbelastung aufgrund einer verlängerten Kreditlaufzeit ergeben.

Darum sind Versicherungen Banken bei Fertigstellungsbürgschaften vorzuziehen

Die Fertigstellungsbürgschaft im Rahmen einer Kautionsversicherung zu stellen, bietet gegenüber der Bankbürgschaft gleich mehrere Vorteile – und die deutlich besseren Konditionen. So fallen die Avalzinskosten niedriger aus und Sicherheitshinterlegungen fallen in aller Regel zugunsten der Liquidität der Baufirma weg. Der Abschluss einer Fertigstellungsbürgschaft kann schnell und unkompliziert online erfolgen – und einzeln oder im Bündel mit mehreren Bürgschaften kombiniert innerhalb eines Bürgschaftsrahmens gestellt werden.

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Über Ulf Papke
2009 gründete Ulf Papke das Vergleichsportal Bürgschaft24. Als Innovator der Branche geht Ulf Papke neue Wege, um Unternehmen zu besseren Lösungen und Unternehmern bei wichtigen Entscheidungen zu helfen. Heute ist er mit der Papke Consulting Gruppe als externer Risk Manager ganzheitlich für seine Mandanten da.

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