Bei vielen Aufträgen entstehen bereits vor Beginn der eigentlichen Arbeiten hohe Kosten. Materialien müssen bestellt, Lieferanten bezahlt oder Kapazitäten eingeplant werden. Eine Anzahlung gibt dem Auftragnehmer den notwendigen finanziellen Spielraum. Der Auftraggeber möchte im Gegenzug sicherstellen, dass seine Vorauszahlung nicht verloren geht, wenn der Auftrag nicht wie vereinbart ausgeführt werden kann.
Diese Sicherheit kann durch eine Anzahlungs- oder Vorauszahlungsbürgschaft gestellt werden. Der Auftraggeber erhält eine Bürgschaftsurkunde über den vereinbarten Betrag. Der Auftragnehmer kann die Anzahlung nutzen, ohne dieselbe Summe zusätzlich als Sicherheit hinterlegen zu müssen.
In unseren Ratgebern erfahren Sie, wann eine Anzahlungsbürgschaft sinnvoll oder vertraglich erforderlich ist. Wir zeigen, welche Höhe angemessen sein kann, welche Kosten entstehen und welche Risiken bei Vorauszahlungen berücksichtigt werden sollten.
Auch die Abgrenzung zu anderen Bürgschaftsarten ist wichtig. Eine Vorauszahlungsbürgschaft erfüllt einen anderen Zweck als eine Vertragserfüllungs- oder Gewährleistungsbürgschaft. Wer diese Unterschiede kennt, kann die verlangte Sicherheit besser prüfen und den eigenen Bürgschaftsrahmen passend planen.